Handwerker schleift Parkettboden mit Schleifmaschine ab, um Oberfläche zu erneuern

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Massivholzparkett abschleifen

Massivholzparkett ist besonders langlebig, da es mehrfach abgeschliffen werden kann. Im Gegensatz dazu lässt sich Laminat gar nicht und Mehrschichtparkett nur bis zur dünnen Nutzschicht bearbeiten. Mit einer Dicke von rund 15 mm kann Massivholzparkett dagegen problemlos öfter renoviert und aufgearbeitet werden.

Wie geht man vor?

Beim Abschleifen von Parkett werden häufig bis zu etwa ein Millimeter Material abgetragen, um Kratzer, Macken im Holz sowie alte Lack- oder Versiegelungsschichten zu entfernen. Das Parkett schleifen erfolgt in der Regel in mehreren Schleifgängen, beginnend mit einer groben Körnung und anschließend immer feiner werdend. Besonders bei stark beanspruchten Böden oder tieferen Beschädigungen sind mehrere Schleifdurchgänge notwendig, um ein gleichmäßiges und sauberes Ergebnis zu erzielen. Vorsicht ist dabei insbesondere bei Mehrschichtparkett geboten, da die Nutzschicht begrenzt ist.

Für große, offene Flächen eignen sich Teller- oder Walzschleifer, da sie effizient und gleichmäßig arbeiten. Ränder, Ecken sowie Bereiche unter Heizkörpern werden mit einem Randschleifer oder Seitenschleifer bearbeitet. Die benötigten Schleifmaschinen können in vielen Baumärkten ausgeliehen werden.

Beim Schleifen entsteht feiner Holzstaub, weshalb das Tragen eines Mundschutzes dringend empfohlen wird. Moderne Schleifgeräte verfügen meist über eine integrierte Staubabsaugung, die die Staubbelastung deutlich reduziert.

Für ein optimales Ergebnis ist eine ruhige und gleichmäßige Führung der Schleifmaschine entscheidend. Das Gerät sollte niemals im laufenden Betrieb auf einer Stelle stehen bleiben, da sonst Vertiefungen entstehen können. Ebenso wichtig ist die richtige Schleifrichtung: Bei klassischem Stabparkett wird üblicherweise in Maserrichtung geschliffen. Bei gemustertem Parkett wie Fischgrät, Würfelparkett oder römischem Verband empfiehlt sich zunächst ein Kreuzschliff zum Ausgleich von Unebenheiten, gefolgt von feineren Schleifgängen in einheitlicher Richtung für eine glatte, homogene Parkettoberfläche.

 

Landhausdielen
Nahaufnahme eines beschädigten Parkettbodens mit Rissen und dunklen Wasserflecken

Was tun bei Rissen?

Gerade bei älterem Parkett kann es während des Abschleifens vorkommen, dass kleine Risse entstehen oder bestehende Fugen sichtbar werden. Diese lassen sich jedoch gut ausbessern. Der beim Parkett schleifen entstehende Schleifstaub sollte daher nicht entsorgt, sondern aufbewahrt werden. Vermischt man ihn mit Wachs oder Lack, entsteht eine farblich passende Holzpaste, mit der Macken, Risse und Fugen gekittet werden können. Diese Methode ist besonders beliebt, da sie farbecht ist und sich die ausgebesserten Stellen nach dem Trocknen und Feinschliff kaum noch vom restlichen Parkett unterscheiden.

Um alte Lack- oder Versiegelungsschichten zuverlässig zu entfernen, empfiehlt es sich, zunächst zwei Schleifgänge mit grober Körnung durchzuführen. Anschließend erfolgt der Feinschliff, idealerweise mit einer 100er oder 120er Körnung, um eine glatte und gleichmäßige Parkettoberfläche für die weitere Behandlung vorzubereiten.

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