Holz-Lexikon Holzarten

Bubinga

[bu-bin-ga] [Guibourtia demeusei, G. pellegriniana, G. tessmannii] Handelsnamen: Ebana (GA), Oveng (GQ, GA), Lianu, Paka (CG), Waka (CD), Essingang (CM), Akume (US), Bois de rose d’Afrique (FR), African rosewood (GB)

Bubinga Oberfläche

Herkunft

Tropisches Zentral- und Westafrika

Rohdichte

0,75–0,83–0,95 g/cm³ (bei 12–15 % Holzfeuchte)

Lebensdauer

Dauerhaftigkeitsklasse 2

Differentielles Schwindmaß radial

ca. 0,21–0,25 %

Differentielles Schwindmaß tangential

ca. 0,33–0,44 %

Holzfarbe

Kernholz hellrot bis weinrot, oft mit dunkelrot-violetten Streifen; Splint weiß bis gelblich

Holzstruktur

Zerstreutporig, mittlere bis grobe Poren, feine Holzstrahlen, häufig Wechseldrehwuchs mit dekorativen Maserungen

Verwendung

Möbel, Furniere, Innenausbau, Musikinstrumente, Parkett, Treppen, Drechsler- und Schnitzarbeiten, exklusives Interieur

Herkunft & Verbreitung dieses Edelholzes

Die Bezeichnung Bubinga umfasst mehrere botanische Arten der Gattung Guibourtia, die in tropischen Regenwäldern West- und Zentralafrikas vorkommen. Die wichtigsten Herkunftsländer sind Kamerun, Gabun, Kongo, Äquatorialguinea und Teile der Demokratischen Republik Kongo. Die Bäume erreichen beeindruckende Dimensionen, was die Produktion großformatiger Furniere und breiter Massivholzbohlen ermöglicht. Aufgrund seiner optischen und technischen Qualität ist Bubinga weltweit gefragt und wird in vielen Regionen unter unterschiedlichen Handelsnamen geführt.

Verarbeitungseigenschaften & typische Herausforderungen

Trotz seiner Härte lässt sich Bubinga maschinell gut bearbeiten; scharfe Hartmetallwerkzeuge sind jedoch empfehlenswert. Der häufige Wechseldrehwuchs kann beim Hobeln und Fräsen zu Ausrissen führen. Das Holz trocknet vergleichsweise langsam und neigt zu Verformungen, weshalb eine schonende, kontrollierte Trocknung wichtig ist. Schrauben und Nägel halten zuverlässig, sollten aber vorgebohrt werden. Die Verleimung kann anspruchsvoll sein, gelingt mit geeigneten Klebstoffen jedoch zuverlässig. Dank Festigkeit und Dauerhaftigkeit eignet sich Bubinga sowohl für stark beanspruchte Konstruktionen als auch für dekorative Oberflächen.

Besonderheiten & hochwertige Anwendungen

Das dekorative Erscheinungsbild mit leuchtenden Rot- und Violetttönen macht Bubinga zu einem begehrten Holz für Luxusmöbel, Instrumentenbau und anspruchsvolle Innenarchitektur. Die spektakulären Maserungen – von welligen Fladern bis zu schimmerndem Pommelé – verleihen Bubinga seinen einzigartigen Charakter. Durch seine technischen Stärken wird es außerdem im gehobenen Ausbau, bei Treppen, Parkett und hochwertigen Drechslerarbeiten eingesetzt. Bubinga verbindet Eleganz, Kraft und außergewöhnliche Beständigkeit.

Quellen: Tropix, GD-Holz,

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