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Herkunft |
Kunststoff-Holz-Verbund aus Holzfasern und Thermoplasten |
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Rohdichte |
1,1–1,4 g/cm³ (je nach Mischung) |
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Dauerhaftigkeitsklasse |
Abhängig vom Kunststoffanteil, ca. 15–30 Jahre |
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Schwindmaß radial |
Temperaturbedingte Ausdehnung ca. 0,3–0,5 % |
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Schwindmaß tangential |
Ähnlich radial, stark temperaturabhängig |
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Holzfarbe |
Vielfältig, holzähnlich bis farbig |
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Holzstruktur |
Homogen, ohne natürliche Maserung, künstlich profiliert |
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Verwendung |
Terrassen, Fassaden, Gartenmöbel, Zäune |
Herkunft und Charakter des Materials
WPC (Wood-Plastic-Composite) ist ein technisch entwickelter Verbundwerkstoff, der Holzfasern oder Holzmehl mit Kunststoffen kombiniert. Je nach Hersteller besteht das Material zu 60–70 % aus Holzfasern, gemischt mit PE, PP oder PVC. Die Idee dahinter ist, Reststoffe aus der Holz- und Kunststoffindustrie sinnvoll zu nutzen und ein witterungsbeständiges, pflegearmes Produkt zu schaffen.
WPC zwischen Innovation und Kritik
Obwohl WPC als nachhaltige Alternative zu Tropenhölzern gilt, weist das Material kritische ökologische Aspekte auf. Holz und Kunststoff lassen sich am Ende der Lebensdauer nur schwer voneinander trennen, was das Recycling erschwert. Zusätzlich berichten Experten, dass Mikroplastikpartikel durch Regenwasser ausgewaschen und über Terrassenabflüsse in den Garten gelangen können – besonders bei minderwertigen Produkten. Hochwertiges WPC reduziert dieses Risiko, beseitigt es jedoch nicht vollständig.
Einsatzverhalten und praktische Erfahrung
WPC ist feuchtigkeitsbeständig und äußerst pflegeleicht, weist jedoch deutliche praktische Einschränkungen auf. Bei direkter Sonneneinstrahlung heizen sich WPC-Dielen stärker auf als vergleichbare Holzdielen, was ihre Begehbarkeit beeinträchtigen kann. Zusätzlich berichten Anwender gelegentlich von einem leichten Kunststoffgeruch, der besonders in den ersten Monaten auftreten kann. Reparaturen wie Abschleifen oder Nacharbeiten sind – anders als bei Massivholz – kaum möglich.
Quellen: Hundshammer Holztechnik, Ökologisch Bauen, Deceuninck Deutschland, Immonovia



