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Herkunft |
Mitteleuropa; thermisch modifizierte Fichte |
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Rohdichte |
ca. 430–500 kg/m³, durch Thermobehandlung leicht reduziert |
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Dauerhaftigkeitsklasse |
Klasse 2 |
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Schwindmaß radial |
reduziert durch Thermomodifikation |
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Schwindmaß tangential |
deutlich reduziert |
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Holzfarbe |
goldbraun bis dunkelbraun, spätere Vergrauung |
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Holzstruktur |
feinjährig, weich, durch Behandlung spröder |
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Verwendung |
Terrassen, Fassaden, leichte Außenkonstruktionen, Möbel |
Herkunft und Charakter des Holzes
Thermofichte basiert auf heimischer Fichte – einer häufigen, aber ökologisch zunehmend belasteten Baumart Europas. Die thermische Behandlung verändert die Zellstruktur, reduziert Harz und verbessert die Feuchtebeständigkeit. Dennoch bleiben die materialtypischen Schwächen erhalten, da Fichte ein weiches und mechanisch begrenztes Holz ist.
Wärmebehandlung: Verbesserungen mit klaren Grenzen
Die Modifikation erhöht Formstabilität und biologische Resistenz und führt zu einer Einstufung in Dauerhaftigkeitsklasse 2. Gleichzeitig macht sie das Holz spröder. Erfahrungsberichte nennen regelmäßig Rissbildung, ausreißende Schrauben und reduzierte Biegefestigkeit.
Nachhaltigkeit: Vorteilhaft, aber nicht automatisch ökologisch
Thermofichte gilt als nachhaltige Option, da sie ohne Chemie auskommt und aus heimischen Wäldern stammt. Der hohe Energieeinsatz der Thermobehandlung sowie die ökologischen Probleme fichtenlastiger Monokulturen relativieren diesen Vorteil jedoch. Die reale Lebensdauer hängt stark von Konstruktion und Pflege ab.
Quellen:
Filzgleiter – Thermoholz vs. Tropenholz,
Arbor Holz,
Gartenhaus Magazin,
Seca,
Haus.de – Thermoholz



