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Herkunft |
Mitteleuropa; thermisch modifiziert |
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Rohdichte |
ca. 450–550 kg/m³ |
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Dauerhaftigkeitsklasse |
Klasse 1–2 |
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Schwindmaß radial |
ca. 2–3% |
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Schwindmaß tangential |
ca. 4–5% |
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Holzfarbe |
dunkelbraun durch Thermobehandlung |
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Holzstruktur |
grobporig, homogenisiert durch Modifikation |
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Verwendung |
Terrassen, Fassaden, Möbel |
Herkunft und Charakter des Holzes
Thermoesche stammt von Eschen (Fraxinus spp.), die aus europäischen oder nordamerikanischen Beständen stammen. Durch Hitzebehandlung bei 160–215 °C unter kontrollierten Bedingungen werden wasserempfindliche Bestandteile im Holz chemisch verändert, was die Feuchteaufnahme reduziert.
Thermische Veredelung mit Kosten
Das Verfahren der Thermomodifikation verleiht der Esche eine dunkle Färbung und verbessert ihre Dauerhaftigkeit. Ihr Schwind- und Quellverhalten reduziert sich, was sie formstabil und weniger anfällig für Witterung macht. Doch dieser Vorteil hat seinen Preis: Durch die Hitzebehandlung verändern sich Holzbestandteile (Hemicellulosen, Lignin), Zellwände werden umgebaut – das ergibt eine gewisse Sprödigkeit und vermindert die mechanische Festigkeit deutlich. Damit sollten Anwendungen überdacht werden, die hohe Belastung oder punktuelle Kräfte (z. B. durch Einschlagen von Befestigungen) erfordern.
Ein Holz zwischen Nutzen und Vorsicht
Der ökologische Wert hängt stark von Herkunft, Forstmanagement und der Energiequelle der Behandlung ab. Die reduzierte Festigkeit sowie mögliche Sprödigkeit erfordern überlegte Planung, passende Befestigungsmethoden (z. B. Schrauben statt Einschlagen von Clips) und realistische Erwartungen hinsichtlich Langlebigkeit und Pflege.
Quellen:
pur natur – Erfahrungen mit Thermoesche,
EGGBI – Forschung & Überblick,
Gartenhaus Magazin – Vorteile & Nachteile



